Was mögen Dackel nicht? 10 Dinge, die dein Dackel gar nicht leiden kann
Timo EichmannDackel haben einen eigenen Kopf und eine ziemlich klare Meinung dazu, was ihnen nicht passt. Mal bleibt er bei Regen demonstrativ im Körbchen liegen, mal knurrt er, wenn du ihm den Kauknochen wegnehmen willst. Wer seinen Dackel versteht, kann viele dieser Situationen entspannter lösen.
Hier findest du die zehn Dinge, die Dackel am häufigsten nicht mögen, jeweils mit dem Grund dahinter und einem Tipp, was hilft. Außerdem erfährst du, was Dackel zwar lieben, ihnen aber nicht guttut. Und natürlich, was sie auf keinen Fall fressen dürfen.

Die meisten Dackel mögen keinen Regen und keine Kälte, sie sind nicht gern allein und langweilen sich schnell. Zwang, Druck und grobes Anfassen lehnen sie ab, ebenso das Wegnehmen von Futter oder Spielzeug. Viele Abneigungen erklären sich aus Körperbau und Geschichte: Der Dackel ist ein selbstständiger Jagdhund mit kurzen Beinen und langem Rücken. Mit Geduld, Belohnung und etwas Rücksicht lassen sich die meisten Situationen gut lösen.
10 Dinge, die Dackel nicht mögen
Jeder Dackel ist anders. Die folgenden Punkte tauchen bei Dackelhaltern aber immer wieder auf. Viele davon haben mit der Herkunft des Dackels zu tun: Er wurde als Jagdhund für die Arbeit über und unter der Erde gezüchtet.[1] Im Bau musste er allein Entscheidungen treffen, ohne dass ein Mensch ihm sagte, was zu tun ist. Diese Selbstständigkeit steckt bis heute in ihm.
1. Regen, Nässe und Kälte
Der Bauch eines Dackels ist nur wenige Zentimeter vom Boden entfernt, bei Regen ist er deshalb sofort nass. Kurzhaardackel haben außerdem keine Unterwolle, die sie warm hält.[1] Kein Wunder, dass viele Dackel bei Schmuddelwetter am liebsten gar nicht vor die Tür gehen. Was hilft: mehrere kurze Runden, ein geschützter Löseplatz und gründliches Abtrocknen danach. Alle Tipps findest du in unserem Ratgeber Dackel im Regen.
2. Alleinsein
Dackel sind eigenständig, hängen aber sehr an ihren Menschen. Viele bleiben nicht gern allein und zeigen das deutlich, zum Beispiel durch Bellen, Jaulen oder angeknabberte Möbel. Was hilft: Alleinbleiben in kleinen Schritten üben, am besten schon beim Welpen. Fang mit wenigen Minuten an und steigere die Zeit langsam. Ein ausgelasteter Dackel kommt mit dem Alleinsein deutlich besser zurecht.
3. Langeweile
Ein Dackel ist ein „passionierter, ausdauernder, feinnasiger“ Jagdhund, so steht es im Rassestandard.[1] Nur auf dem Sofa zu liegen, reicht ihm auf Dauer nicht. Ist er unterfordert, sucht er sich selbst eine Beschäftigung. Die gefällt dir meistens nicht. Was hilft: Nasenarbeit wie Leckerlisuche oder Fährtenspiele, abwechslungsreiche Spaziergänge und kleine Trainingseinheiten. Viele Ideen findest du im Ratgeber Dackel beschäftigen.
4. Zwang und Druck
Mit Befehlston und Härte kommst du bei einem Dackel nicht weit. Er hinterfragt Anweisungen gern und schaltet bei Druck schnell auf stur. Das liegt an seiner Geschichte als selbstständig arbeitender Jagdhund. Was hilft: eine klare, aber freundliche Erziehung mit viel Belohnung. Wenn sich etwas für ihn lohnt, macht ein Dackel erstaunlich gern mit. Mehr dazu liest du im Ratgeber zur Dackel Erziehung.
5. Falsch hochgehoben werden
Viele Dackel mögen es nicht, hochgehoben zu werden, vor allem nicht unter den Achseln mit baumelndem Hinterteil. Das ist unangenehm und belastet den langen Rücken. Was hilft: Heb deinen Dackel immer mit beiden Händen hoch, eine Hand unter der Brust und eine unter dem Po, sodass der Rücken waagerecht bleibt. Kündige es vorher kurz an, dann erschrickt er nicht. Warum der Rücken so wichtig ist, erklären wir im Artikel zur Dackellähme.
6. Bedrängt werden
Dackel sind freundlich, aber nicht jedermanns Kuscheltier. Viele mögen es nicht, wenn fremde Menschen sich über sie beugen, sie ungefragt über den Kopf streicheln oder Kinder ihnen hinterherlaufen. Auch große, stürmische Hunde, die sie überrennen, sind vielen Dackeln nicht geheuer. Was hilft: Lass deinen Dackel selbst entscheiden, ob er Kontakt möchte. Fremde sollten sich hinhocken und ihn erst schnuppern lassen. Bei Hundebegegnungen darfst du deinen Dackel ruhig vor zu wilden Spielpartnern schützen.
7. Wenn man ihm etwas wegnimmt
Futter, Kauknochen, Lieblingsspielzeug oder der beste Platz auf dem Sofa: Manche Dackel verteidigen, was sie für ihres halten. Willst du es ihnen nehmen, knurren sie. Was hilft: Übe das Tauschen. Biete etwas Besseres an, zum Beispiel ein besonders leckeres Leckerli. Den Gegenstand gibst du danach ruhig auch mal zurück. So lernt dein Dackel, dass er nichts verliert, wenn du dich näherst. Wird das Verteidigen heftig, hol dir Hilfe von einem erfahrenen Hundetrainer.
8. Baden, Krallenschneiden und Ohren putzen
Pflege steht bei den wenigsten Dackeln hoch im Kurs. Festgehalten zu werden und nicht weg zu können, gefällt ihnen nicht. Was hilft: Fass Pfoten, Ohren und Maul regelmäßig kurz an und belohne deinen Dackel dabei, ganz ohne dass etwas passiert. Dann sind Krallenschneiden oder ein Blick in die Ohren keine große Sache mehr. Gebadet werden muss ein Dackel übrigens nur, wenn er sich richtig eingesaut hat.
9. Laute Geräusche
Silvesterknaller, Gewitter, Staubsauger oder Baustellenlärm: Viele Hunde reagieren empfindlich auf laute und plötzliche Geräusche, Dackel sind da keine Ausnahme. Was hilft: Gib deinem Dackel einen ruhigen Rückzugsort und bleib selbst gelassen. Auf Silvester solltest du dich schon Wochen vorher vorbereiten. Bei starker Angst mit Zittern, Hecheln oder Verstecken sprich mit deinem Tierarzt.
10. Hitze und heißer Asphalt
Was für Regen gilt, gilt im Sommer andersherum: Der Dackel ist nah an Asphalt und Pflaster, die sich in der Sonne stark aufheizen. Was hilft: An heißen Tagen frühmorgens und abends Gassi gehen, schattige Wege wählen und immer Wasser dabeihaben. Halte vor dem Spaziergang kurz deine Hand auf den Boden. Ist er für dich zu heiß, ist er es für die Pfoten deines Dackels auch.
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Was Dackel lieben, ihnen aber nicht guttut
Manches mögen Dackel sogar sehr, für ihre Gesundheit ist es aber keine gute Idee.
- Vom Sofa springen: Hoch kommen viele Dackel mühelos, beim Runterspringen landet aber die ganze Wucht auf Vorderbeinen und Rücken. Eine Rampe oder Hochheben ist die bessere Lösung.
- Treppen rauf und runter rennen: Häufiges Treppensteigen belastet den Rücken. Vor allem Welpen und Dackel mit Rückenproblemen solltest du lieber tragen.
- Leckerlis ohne Ende: Auch wenn der Dackelblick noch so überzeugend ist: Jedes Kilo zu viel belastet den langen Rücken zusätzlich. Zieh Leckerlis von der Tagesration ab.
Dackel haben ein erhöhtes Risiko für Bandscheibenvorfälle. Zögert dein Dackel plötzlich bei Stufen, läuft er unsicher oder zeigt er Schmerzen beim Hochheben, geh zum Tierarzt. Bei Lähmungserscheinungen sofort. Alles Wichtige dazu liest du im Artikel zur Dackellähme.
Was dürfen Dackel nicht fressen?
Manche Lebensmittel mag dein Dackel vielleicht sehr, sie sind für Hunde aber gefährlich. Dazu gehören vor allem:[2]
- Schokolade, Kaffee und Koffein: Sie enthalten Stoffe, die zu Erbrechen, Herzrhythmusstörungen und Krampfanfällen führen können. Je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher.
- Xylit (Birkenzucker): Der Süßstoff steckt in zuckerfreien Kaugummis und manchen Backwaren. Er kann den Blutzucker gefährlich absacken lassen und die Leber schädigen.
- Weintrauben und Rosinen: Sie können bei Hunden die Nieren schädigen.
- Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch: Sie können die roten Blutkörperchen schädigen.
- Macadamianüsse: Sie können Schwäche, Zittern und Fieber auslösen.
- Alkohol und roher Hefeteig: Alkohol ist für Hunde giftig, Hefeteig kann im Magen aufgehen und gefährliche Blähungen verursachen.
Auch stark gesalzene Speisen, Milchprodukte und fettige Nüsse sind für Hunde ungeeignet.[2] Am sichersten ist es, wenn Essensreste vom Tisch gar nicht erst im Napf landen.
Notfall: Hat dein Dackel etwas Giftiges gefressen, ruf sofort deinen Tierarzt oder die tierärztliche Notdienstpraxis an. Warte nicht, bis Symptome auftreten.
Woran du merkst, dass deinem Dackel etwas nicht passt
Bevor ein Dackel knurrt oder schnappt, zeigt er meist schon mit seinem Körper, dass ihm etwas unangenehm ist. Typische Signale sind:
- Wegdrehen des Kopfes oder des ganzen Körpers
- Gähnen oder Lecken über die Nase, obwohl er nicht müde ist oder gerade nichts gefressen hat
- Erstarren und plötzliche Stille
- Angelegte Ohren und eingezogene Rute
- Sichtbares Augenweiß, wenn er dich von der Seite anschaut
Wenn du diese Signale erkennst, kannst du die Situation rechtzeitig auflösen. Knurren solltest du übrigens nie bestrafen. Es ist eine Warnung. Ein Dackel, der nicht mehr knurren darf, schnappt im Zweifel ohne Vorwarnung.
Passt ein Dackel zu dir?
Wer mit dem Gedanken spielt, einen Dackel aufzunehmen, sollte seine Abneigungen ehrlich mit dem eigenen Alltag abgleichen.
- Du bist auch bei Regen gern draußen
- Dein Dackel muss selten lange allein bleiben
- Du hast Lust auf Beschäftigung und Nasenarbeit
- Du erziehst mit Geduld und Humor
- Du bist täglich viele Stunden außer Haus
- Du wünschst dir einen Hund, der aufs Wort gehorcht
- Du wohnst weit oben ohne Aufzug
- Kleine Kinder im Haushalt können noch nicht gut mit Hunden umgehen
Ob ein Dackel auch für Neulinge passt, erfährst du im Ratgeber Dackel als Anfängerhund. Alles zu Größen, Wesen und Gesundheit findest du in unserem Rasseporträt zum Dackel.
Über manche Dinge muss man mit einem Dackel nicht diskutieren. Zum Beispiel darüber, wer zu Hause eigentlich das Sagen hat.
Häufige Fragen
Was mögen Dackel nicht?
Die meisten Dackel mögen keinen Regen und keine Kälte, sind nicht gern allein und langweilen sich schnell. Außerdem lehnen viele Zwang, falsches Hochheben, Bedrängen durch Fremde und das Wegnehmen von Futter oder Spielzeug ab. Auch laute Geräusche und Pflege wie Krallenschneiden sind bei vielen Dackeln unbeliebt.
Was mögen Dackel besonders gern?
Dackel lieben Nasenarbeit, abwechslungsreiche Spaziergänge, Buddeln und die Nähe zu ihren Menschen. Als Jagdhunde sind sie mit Such- und Schnüffelspielen gut ausgelastet. Und natürlich mögen fast alle Dackel einen warmen, kuscheligen Platz.
Mögen Dackel Wasser?
Das ist sehr unterschiedlich. Manche Dackel gehen gern ins Wasser, die meisten mögen aber weder Regen noch Pfützen. Weil ihr Bauch so nah am Boden ist, werden sie schnell nass und kühlen aus.
Können Dackel alleine bleiben?
Ja, wenn sie es Schritt für Schritt gelernt haben. Viele Dackel bleiben aber nicht gern allein, weil sie sehr an ihren Menschen hängen. Ein ausgelasteter Dackel kommt mit dem Alleinsein besser zurecht.
Mögen Dackel es, hochgehoben zu werden?
Viele Dackel mögen es nicht, vor allem wenn sie falsch angefasst werden. Heb deinen Dackel immer mit einer Hand unter der Brust und einer unter dem Po hoch, damit der Rücken waagerecht bleibt.
Mögen Dackel andere Hunde?
Die meisten Dackel kommen mit anderen Hunden gut zurecht, wenn sie gut sozialisiert sind. Große, stürmische Hunde sind vielen aber nicht geheuer. Wegen des empfindlichen Rückens solltest du wildes Toben mit deutlich größeren Hunden im Blick behalten.
Was dürfen Dackel nicht fressen?
Gefährlich sind unter anderem Schokolade, Kaffee, Xylit (Birkenzucker), Weintrauben und Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Macadamianüsse, Alkohol und roher Hefeteig. Hat dein Dackel etwas davon gefressen, ruf sofort den Tierarzt an.





