Alles für den Dackel, alles für den Club
Timo Eichmann„Alles für den Dackel, alles für den Club, unser Leben für den Hund!“ So lautet der ganze Spruch, den Fans von Hausmeister Krause bis heute mitsprechen können. Er ist das Credo des fiktiven Kölner Dackelclubs, in dem Dieter Krause mit seinem Dackel Bodo Mitglied ist. Hier erfährst du, woher der Kultspruch kommt, wie Bodo mit vollem Namen heißt, wer im Club das Sagen hat und warum der Satz unter Dackelleuten nie aus der Mode gekommen ist. Die Quellen findest du am Ende des Artikels.

- Ganzer Spruch3 Teile„Alles für den Dackel, alles für den Club, unser Leben für den Hund!“1
- SerieHausmeister Krause„Ordnung muss sein“, Sat.1, 1999 bis 2010, 80 Folgen in 8 Staffeln12
- Erfunden vonTom Gerhardtspielt auch die Hauptfigur Dieter Krause2
- Der DackelBodo„Bodo von der Hermannsklause“, ein reinrassiger Kurzhaardackel-Rüde1
- Der ClubKTC 1881 e.V.Kölner Teckel Club, Dieter ist dort Schriftführer1
- SchauplatzKöln-KalkHausmeisterwohnung im Kalker Weg 51
Wie lautet der ganze Spruch?
„Alles für den Dackel, alles für den Club, unser Leben für den Hund!“
Die meisten kennen nur die ersten beiden Teile. In der Serie gehört aber immer der dritte dazu1. Gesprochen wird das Credo nicht nebenbei, sondern als Ritual bei den Treffen des Dackelclubs, mit einem bewusst militärisch angehauchten Zeremoniell1.
Der eigentliche Gag kommt am Schluss. Clubmitglied Herbert stottert und bleibt ausgerechnet am letzten Wort hängen. Während die anderen längst fertig sind, kämpft er noch mit dem „H-H-Hund“1. Genau dieser Moment ist es, der bis heute als Clip und GIF durch Messenger und soziale Netzwerke wandert.
Im Netz kursieren viele Schreibweisen, zum Beispiel „Alles fürn Dackel, alles fürn Club“, „Allet für den Dackel“ oder „alles für den Klub“. Gemeint ist immer derselbe Spruch.
Woher kommt „Alles für den Dackel, alles für den Club“?
Der Spruch stammt aus der Comedy-Serie Hausmeister Krause – Ordnung muss sein, die von 1999 bis 2010 bei Sat.1 lief1. In 80 Folgen und acht Staffeln2 dreht sich alles um Dieter Krause, halbtags Hausmeister in Köln-Kalk, seine Familie und seine große Leidenschaft: den Dackelclub. 2002 gewann die Serie den Deutschen Comedypreis als beste Comedy-Serie1.
Erfunden hat die Figur Tom Gerhardt, der Dieter Krause auch selbst spielt. Nach eigener Aussage hat er Krause schon als Student entwickelt und im Hobbykeller seiner Eltern geprobt. Die Ideen dafür sammelte er als freier Mitarbeiter einer Lokalzeitung, als er über Dackelzuchtvereine und Briefmarkensammler berichtete3. Familie Krause und den Dackelclub gab es auch schon vor der Serie: Bereits im Kinofilm Voll normaaal von 1994 tauchen sie auf1.
Die Serie gilt als Parodie auf das deutsche Spießbürgertum1. Der Dackelclub mit seinen Ämtern, Regeln und Ritualen nimmt dabei die deutsche Vereinsmeierei aufs Korn. Und mit dem Credo „Alles für den Dackel, alles für den Club“ wird die übertriebene Verehrung der Rasse herrlich überspitzt. Warum es ausgerechnet ein Dackel sein musste, hat Gerhardt selbst einmal erklärt: Der Dackel passe mit seiner Eigenart einfach zu Krause, mit einem Schäferhundverein hätte das alles nicht funktioniert3.
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Wie heißt der Dackel von Hausmeister Krause?
Der Dackel heißt Bodo, mit vollem Namen Bodo von der Hermannsklause. Er ist ein reinrassiger Kurzhaardackel und ein Rüde1. Dieter verwöhnt ihn nach Strich und Faden. Laut Fernsehlexikon liebt er ihn sogar mehr als seine Frau Lisbeth2.
In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir Bodo als Dackeldame beschrieben. Das war falsch. In der Serie ist Bodo eindeutig ein Er.
Bodo ist übrigens nicht der einzige Dackel in der Serie. Herbert, Dieters bester Freund und Clubkollege, hat auch einen. Der heißt Horsti1.
Wie gut die Figur bei echten Dackelfreunden ankam, erzählt Tom Gerhardt selbst: Die Dackelvereine hätten über die Serie mitgelacht und viele Mitglieder hätten ihre Hunde danach Bodo genannt3.
Der Dackelclub: KTC 1881 e.V.
Der Club, um den sich in der Serie so vieles dreht, heißt KTC 1881 e.V., der Kölner Teckel Club. Für Dieter ist er das einzige Hobby. Er ist seit 1973 Mitglied und hat das Amt des Schriftführers inne1. Sein großer Traum ist das Präsidentenamt. Daraus wird aber nie etwas1. Über dem Club steht noch der Gauleiter Weppel, Chef einer übergeordneten Organisation des Dackelclubverbands1.
In der letzten Folge „Das Ende“ macht sich Dieter mit einem mobilen Hausmeisterservice selbstständig und gründet einen neuen Dackelclub1. Ganz ohne Club geht es eben nicht.
Den KTC 1881 gibt es nur im Fernsehen. Der echte große Dackelverein in Deutschland ist der Deutsche Teckelklub 1888 e.V., gegründet im Juni 1888 und nach eigenen Angaben der zweitälteste Hundezuchtverein in Deutschland6. Der fiktive Kölner Club wäre also sieben Jahre älter als das Original. Wenn du echte Dackelleute treffen willst, findest du in unserer Übersicht viele Dackel-Veranstaltungen.
Wer spielt mit? Familie Krause und die Clubmitglieder
Neben Dieter und Bodo prägen vor allem Familie Krause und die Herren vom Dackelclub die Serie. Hier die wichtigsten Figuren im Überblick12:
| Figur | Rolle | Gespielt von |
|---|---|---|
| Dieter Krause | Hausmeister, Schriftführer im KTC | Tom Gerhardt |
| Lisbeth Krause | Dieters Ehefrau | Irene Schwarz |
| Carmen Krause | Tochter | Janine Kunze |
| Tommie Krause | Sohn | Axel Stein |
| Karl Göbel | Präsident des Dackelclubs | u. a. Hans-Martin Stier |
| Hubert | Vizepräsident | Konrad Adams |
| Herbert Fink | Dieters bester Freund, Herrchen von Horsti | Detlev Redinger |
| Günter, Helmut, Horst | weitere Clubmitglieder | Jens Kraus, Thomas Scheibe, Thomas Bauer |
Karl Göbel wurde im Lauf der Serie von mehreren Schauspielern verkörpert1.
Hat Tom Gerhardt selbst einen Dackel?
Nein, zumindest im Moment nicht. Gerhardt sagte 2024 in einem Interview, dass er Hunde zwar sehr mag, wegen seiner vielen Reisen aber keinen halten möchte. Das wolle er einem Hund nicht antun. Zu Hause hat er stattdessen verschiedene Dackelstatuen und -figuren stehen. Und irgendwann, wenn er weniger unterwegs ist, soll auch wieder ein echter Hund an seiner Seite sein4.
Ganz losgelassen hat ihn Krause nie. 2022 brachte er die Figur mit dem Bühnenstück „Hausmeister Krause – Du lebst nur zweimal“ zurück auf die Bühne1. 2023 erzählte er außerdem, man sei mit einem Sender „sehr, sehr knapp“ vor einer neuen Staffel gewesen. Bestätigt ist ein Reboot bisher aber nicht5.
Was bedeutet der Spruch heute?
Auch viele Jahre nach der letzten Folge hat „Alles für den Dackel, alles für den Club“ nichts von seinem Kultstatus verloren. Unter Dackelfans wird er bis heute zitiert. Mit einem Augenzwinkern, versteht sich, aber eben auch ein bisschen ernst gemeint. Denn wer einen Dackel hat, weiß: Der kleine Kerl bestimmt sehr schnell, wo es langgeht.
Für uns ist der Spruch mehr als ein lustiger Dackel-Spruch aus einer alten TV-Serie. Er steht für die Hingabe, die so viele Halter für ihre Hunde empfinden, und für das Gefühl, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein. Ob beim Dackeltreffen, im Park oder online: Dackelleute erkennen sich. Wie groß diese Gemeinschaft heute ist, zeigt auch der anhaltende Dackel-Trend.
- „Sicher, sicher!“3
- „Dat joote Tier!“, über Bodo natürlich3
- „Ordnung muss sein!“, so auch der Untertitel der Serie
Noch mehr Sprüche rund um den Dackel findest du in unserer Sammlung Dackel-Sprüche und Zitate.
Für alle, bei denen der Dackel Vereinssache ist. Unsere Motive werden erst gedruckt, wenn du bestellst.
Häufige Fragen zu „Alles für den Dackel, alles für den Club“
Wie lautet der ganze Spruch?
Vollständig heißt es: „Alles für den Dackel, alles für den Club, unser Leben für den Hund!“ In der Serie wird der Satz im Dackelclub rituell aufgesagt. Zum ganzen Spruch →
Aus welcher Serie stammt der Spruch?
Aus „Hausmeister Krause – Ordnung muss sein“. Die Comedy-Serie von und mit Tom Gerhardt lief von 1999 bis 2010 bei Sat.1. Zur Herkunft →
Wie heißt der Dackel von Hausmeister Krause?
Er heißt Bodo, mit vollem Namen Bodo von der Hermannsklause. Bodo ist ein reinrassiger Kurzhaardackel. Mehr über Bodo →
Ist Bodo ein Rüde oder eine Hündin?
Bodo ist ein Rüde. In der Serie wird er durchgehend als „er“ bezeichnet.
Wie heißt der Dackelclub von Hausmeister Krause?
Der Club heißt KTC 1881 e.V., kurz für Kölner Teckel Club. Dieter Krause ist dort seit 1973 Mitglied und Schriftführer, Präsident ist Karl Göbel. Zum Dackelclub →
Wer stottert beim Spruch?
Das ist Herbert Fink, Dieters bester Freund aus dem Dackelclub. Er bleibt beim Credo am Wort „Hund“ hängen und braucht deshalb immer etwas länger als die anderen. Gespielt wird er von Detlev Redinger.
Wo finde ich „Alles für den Dackel“ als GIF?
Kurze Clips und GIFs der Szene kursieren in Messengern, auf GIF-Plattformen und in sozialen Netzwerken. Die Rechte an den Serienszenen liegen nicht bei uns, deshalb zeigen wir sie hier nicht. Am bekanntesten ist der Moment, in dem Herbert beim „H-H-Hund“ hängen bleibt.
Hat Tom Gerhardt einen echten Dackel?
Derzeit nicht. Er mag Hunde sehr, möchte wegen seiner vielen Reisen aber keinen halten. Zu Hause stehen stattdessen Dackelfiguren. Mehr dazu →
In diesem Sinne: Dackel hoch!
Quellen
- Wikipedia: Hausmeister Krause – Ordnung muss sein– Sendezeitraum, Credo und Club-Ritual, Bodo von der Hermannsklause, Horsti, KTC 1881 e.V., Figuren und Darsteller, Voll normaaal, Bühnenstück, Comedypreis 2002
- fernsehserien.de: Hausmeister Krause – Ordnung muss sein– 8 Staffeln mit 80 Folgen, Erstausstrahlung bei Sat.1, Besetzung, Bodo und Lisbeth
- YES WE KÖLN: Sicher, sicher! Wie Tom Gerhardt „Hausmeister Krause“ erfunden hat– Entstehung der Figur, Dackelzuchtvereine als Vorbild, Reaktion der Dackelvereine, „Dat joote Tier!“
- Westfalen-Blatt (dpa), 13.07.2024: Tom Gerhardt verzichtet wegen Tourleben auf eigenen Hund– kein eigener Hund, Dackelfiguren zu Hause
- fernsehserien.de, 01.03.2023: Tom Gerhardt bringt Reboot der Comedyserie ins Gespräch– Gespräche über eine neue Staffel, keine Bestätigung durch Sat.1
- Deutscher Teckelklub 1888 e.V.: Unser Klub– Gründung im Juni 1888, zweitältester Hundezuchtverein in Deutschland
Dackelmania steht in keiner Verbindung zu Tom Gerhardt, Sat.1 oder den Produzenten der Serie. Alle Angaben zur Serie stammen aus den genannten Quellen.



